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Herzlich Willkommen!

 

VERDAMMTE SCHEISSE; JUCHUH!

 

Die Ereignisse überschlagen sich mal wieder und ich…bin dezent überfordert. Emotional und körperlich. Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

Wie jedes Jahr gen Ende des Schuljahres erreiche ich (gemeinsam mit meinen KollegInnen) nervlich den Grenzbereich. Urlaubsreif. Da kann ich mir das alles noch so schön reden, Kinder putzig finden, positiv sehen, gut drauf sein…die Luft ist raus, Batterie muss geladen werden.

Aber so richtig.

Und um das Ganze auf die Spitze zu treiben, schickt mir das Leben noch eine fette Lektion im Loslassen - einer unserer Hunde mußte ganz plötzlich eingeschläfert werden.

Zudem möchte mein Geburtstag gefeiert werden und eine Hochzeit (nicht meine), ein Event besucht…eine bunte Tüte emotionaler Erlebnisse. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt.

Und als wäre das alles noch nicht genug, ist da ja auch noch mein Blog, der dringend mal wieder mit `nem neuen Artikel gefüttert werden muss.

 

JUCHUH, MEIN GEBURTSTAG,VERDAMMT, ICH BIN TRAURIG, ACH WIE SCHÖN, EINE HOCHZEIT, VERDAMMTE SCHEISSE, LASST MICH ALLE IN RUHE!

 

Heute ist Sonntag. Gut 2 Wochen nach dem Tod unseres Hundes, 3 Tage nach der Hochzeit, 2 Tage nach meinem Geburtstag, 1 Tag nach dem Event … der erste Tag ohne Termine.

 

Terrassenzeit, großartiger weise mit Sonne und sommerlichen Temperaturen. Der Hund liegt schnarchend an meinen Füßen und alles, was ich höre, ist der Wind in den Bäumen, Vogelgezwitscher und ab und zu einen unserer Nachbarn. Am blauen Himmel ziehen kleine Wölkchen und es ist einfach unglaublich friedlich. Ich lehne mich zurück, genieße die Sonne auf meiner Haut, die Weite des Himmels und werde ruhig. Friedlich. Ich fühle mich. Ich fühle mich lebendig. Unglaublich dankbar für all die Dinge in meinem Leben. Und ich meine ALLE Dinge.

Alles existiert irgendwie nebeneinander. So, als könnte ich mit einem Schritt von der einen (ich nenne sie mal schwere Seite) zur anderen (leichten) Seite wechseln. Manchmal stehe ich auch mit dem einen Bein auf der einen. Mit dem anderen Bein auf der anderen Seite.

Das geht tatsächlich: Ich war unglaublich traurig über den Verlust unseres Hundes, saß gemeinsam mit meinem Mann (weinend) im Garten und gleichzeitig war ich so unglaublich glücklich und dankbar für all die Erlebnisse mit dem Hund, dankbar für meinen Mann, mit dem ich gleichzeitig auch wieder über irgendeinen Blödsinn lachen konnte.

Du kannst dich bestimmt auch an eine solche „beidseitige“ Situation erinnern!?

Alles ist im Fluss. Ich glaube, dass das einfach Teil unseres Lebens ist, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite, oder auf beiden Seiten gleichzeitig zu stehen. Zulassen und akzeptieren, aber sich nicht auf der schweren Seite häuslich niederlassen. Es ist ok, wenn es mal scheiße ist, aber ich verliere die Leichtigkeit nicht aus dem  Blick. Ich weiß, dass sie parallel existiert und auch für mich wieder da ist, wenn ich es zulasse.